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Anleitung für eine Nasendusche

 

Hintergrund

Während Entzündungen in gut durchbluteten Geweben meist schnell ausheilen, ist eine vollständige Heilung für den Körper immer dann schwierig, wenn sich Entzündungsprozesse in Körperhöhlen abspielen. Dies gilt insbesondere für die Kieferhöhlen, die sich links und rechts der Nase im Knochen zwischen Oberkiefer und Auge befinden. Wenn sich dort, zum Beispiel im Rahmen einer Erkältung, Sekret festgesetzt hat, ist es für den Körper schwierig, dies abzubauen und somit eine vollständige Heilung zu erreichen. Das Problem liegt darin, dass sich sowohl die Abwehrbestandteile des Blutes (weiße Blutkörperchen, Antikörper usw.) als auch alle Medikamente (Antibiotika, Schleimlöser etc.) nur in den Blutgefäßen befinden und in der "Schleimpfütze" der Nebenhöhlen nicht ausreichend wirksam werden können.

Aufgrund dieser Problematik bleibt bei vielen Menschen eine oft wenig bemerkte, unterschwellige Entzündung im Bereich der Nebenhöhlen bestehen. Manchmal macht sich diese Entzündung lediglich durch eine, insbesondere morgendlich, vermehrte Schleimstraße von der Nase in den Rachen bemerkbar.

Weitere mögliche Auswirkungen sind Räuspern, chronischer Husten, häufig wiederkehrende Erkältungen und vieles mehr. Oft sind sogar die Folgen des Problems (z.B. ein hartnäckiger anfallsartiger Husten) für den Betroffenen viel störender als das Problem der Nebenhöhlen selbst, das kaum wahrgenommen wird.

Da wir an der "Sackgasse" an sich nichts machen können, ist es das Sinnvollste, das entzündliche Sekret regelmäßig und sehr gründlich zu entfernen.

 

Zum Verständnis der Nasenspülung kann man den ganzen Vorgang mit der Entfernung von Honig aus einem fast leeren Honigglas vergleichen: Man füllt Tee in das Honigglas, schraubt den Deckel zu und entfernt durch heftiges Schütteln den (klebrig-zähen) Honig aus den Ecken. Genau so werden bei der Nasendusche die Nebenhöhlen erst mit Salzwasser gefüllt; dann wird das Sekret durch "Schütteln" aus den Ecken gespült und aus der Nase entfernt.

 

Durchführung

Sie schütten zunächst den Inhalt eines Tütchens Nasenspülsalz (z.B. Emsersalz o.ä.) in die Nasendusche und füllen diese dann bis oben mit angenehm warmem Wasser auf. Dann verschließen Sie die Dusche komplett und schütteln kräftig so lange, bis keine ungelösten Salzbestandteile mehr zu erkennen sind. Jetzt beugen Sie sich über das Waschbecken, verschließen eine Nasenöffnung mit dem Wasserausgang der Dusche und lassen das warme Wasser allein durch den Druck der Wassersäule in Ihre Nase laufen. Wenn Sie es richtig machen, wird es nach kurzer Zeit aus der Gegenseite wieder herauslaufen. Sollten Sie anfangs etwas Salzwasser schlucken, darf Sie das nicht irritieren; nach kurzer Zeit werden Sie automatisch gelernt haben, dies durch Verschluß des Rachens zu verhindern. Das weite Öffnen des Mundes während der Spülung kann dabei helfen.

Zwischendurch setzen Sie die Nasendusche ab, schneuzen kräftig und wiederholen das Ganze auf der Gegenseite. Um auch die Nebenhöhlen zu reinigen, müssen Sie nun während der laufenden Spülung den vornüber gebeugten Kopf so drehen, dass Sie auf der Seite, an der Sie das Wasser einlaufen lassen, (fast) bis zur Decke schauen können. Auf diese Weise läuft das Wasser in die Kieferhöhle der Gegenseite. Dann stoppen Sie wieder den Wasserfluss, indem Sie mit dem Finger das Loch auf dem Deckel verschließen. Jetzt wechseln Sie rasch von der einen zur anderen Nasenöffnung, ohne dass viel Wasser aus der Nase läuft. Auf der Gegenseite wiederholen Sie den gleichen Vorgang ohne zwischenzeitliches Schneuzen. Anschließend halten Sie sich die Nase zu und setzen erst danach die Nasendusche ab. Um auch die Stirnhöhlen zu füllen, senken Sie Ihren Kopf (bei weiter verschlossener Nase) ganz nach unten. Um die Kieferhöhlen komplett zu füllen, schauen Sie nochmal nacheinander nach links und rechts und verweilen so einen Moment. Nun schütteln Sie den Kopf kräftig erst nach links und rechts, dann nach oben und unten. Das Wasser in den Nebenhöhlen entfernt so am effektivsten die Sekretreste. Diesen Vorgang wiederholen Sie mehrfach.

Auch wenn die erste Durchführung der Nasenspülung Sie vielleicht ein bisschen Überwindung kostet, können wir Ihnen versichern: Sie werden sich sehr schnell daran gewöhnen und es als angenehm und befreiend erleben.

Sollten Ihre Nasengänge und der Weg zu den Nebenhöhlen zunächst noch sehr eng sein, kann es sein, dass das Wasser nicht richtig oder nur sehr langsam läuft. In dem Fall ist es sinnvoll, etwa zehn Minuten vor der Nasendusche ein Schleimhaut-abschwellendes Nasenspray (ideal: Schnupfen Endrine, sonst auch Nasivin, Olynth, Otriven o.a.) einzusetzen. Nach 7 bis spätestens 10 Tagen werden Sie dies nicht mehr benötigen, weil die Nasenschleimhaut insgesamt abgeschwollen sein wird.

Selten sind die anatomischen Verhältnisse im Bereich der Nase so eng, dass trotz aller Bemühungen kein Fortschritt zu erzielen ist. In dem Fall wäre eine Vorstellung bei einem HNO-Arzt unumgänglich.

Die Nasendusche und die Beutel mit Emsersalz sind in der Apotheke erhältlich. Eine Rezeptierung ist zwar nicht möglich, die Kosten sind aber sicher angesichts des zu erwartenden Erfolges gering. Wenn Sie Kosten sparen möchten, können Sie auch ohne eine Einbuße der Wirksamkeit jedes normale Speisesalz in der gleichen Menge (2,5 g Salz auf 250 ml Wasser) benutzen.

 

Häufigkeit der Nutzung

In der Anfangsphase oder bei starker Verschleimung:                  2 x täglich

 

Bis zur Beschwerdefreiheit:                                                                1 x täglich

 

Bei Beschwerdefreiheit:                                                                     1 (- 2) x wöchentlich

 

Bei längerer Beschwerdefreiheit können Sie auch komplett pausieren. Wichtig ist es aber, auf die morgendliche "Schleimstraße" im Rachenraum zu achten und die Behandlung frühzeitig wieder zu starten, sobald Sie sie verspüren.

     

 

 

Elke Brünger

Internistin -

Allergologie
 

Michael Westkott
Allgemeinarzt - Naturheilverfahren
 
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